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Ein Tag im Modellbahnland |
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Heute
ist ein schöner Frühherbsttag. Die Bäume tragen noch ihr volles
Blattwerk, doch die Herbstfärbung des Laubes hat schon eingesetzt. Das
Wetter zeigt sich noch mal von der besten Seite. Jedoch die Nächte sind
schon kalt und manch einer hat seinen Kachelofen gemütlich eingeheizt.
Wir
befinden uns im Mittelgebirge und können
bei bester Sicht von oben einen Blick in die weite Landschaft genießen.
Überall herrscht reges Leben und wir können viel beobachten. Durch die
Landschaft schlängelt sich das Schwellenband einer Eisenbahnlinie und wir
können den regen Zugverkehr verfolgen. Doch es gibt noch viel mehr zu
beobachten. Gerade fragen wir uns, was der Herr Pfarrer heute mitten am
Tag zur Kirche eilt, schon wird unser Blick auf einen schweren Güterzug
gelenkt. Geräuschvoll bewegt sich der Zug durch die Landschaft und
entschwindet wieder unseren Blicken. In der Fabrik steht ein Güterwagen
bereit. Gleich rangiert eine V60 heran und holt ihn ab. Im Betrieb ist offensichtlich ist Mittagspause.
Die Betriebsamkeit in den Werkstätten entzieht sich unseren
Blicken. An anderer Stelle genießen Menschen den Tag so wie
man es sich nicht besser vorstellen kann.
Meiers
sitzen im Garten unter voll behangenen Apfelbäumen, während die Nachbarn
ihre Wäsche zum Trocknen auf
die Leine hängen. Klein Alfred darf dabei nicht fehlen. Derweil wird nun der Gleisanschluss der Maschinenfabrik bedient. Eine V60 rangiert einen G-Wagen. Die Ladearbeiten sind beendet. Gabelstaplerfahrer Erwin Eppelkranz macht Pause. Kurt
Kroll indessen hat den Rucksack geschnürt und ist zur anstrengenden
Tageswanderung aufgebrochen. Jäger Karl ist mit seinem Hund unterwegs.
Unterdessen
ist in Kornbach der Mittagszug eingefahren. Da müssen sich Müllers ganz
schön beeilen, um den Zug noch zu erreichen. Die Fahrkarte ist auch noch
nicht gekauft. Hoffentlich stolpern sie nicht. Wir wollen ihnen gern
winken oder zurufen, aber sie können uns doch nicht hören.
Inzwischen ist die Arbeit in dem kleinen Nebenbahn-BW getan. Kohle- und Wasservorräte wurden aufgefüllt. Erwin und Gustav schauen zu, wie die BR 86 das BW verlässt. Sie wird den Zug nach Waldungen jetzt übernehmen.
Auf
dem Bahnsteig herrscht noch reges Leben. Zwei Omas sitzen auf der Bank.
Sie scheinen viel Zeit zu haben. Sicherlich haben sie eine Menge zu
schwatzen Das ist bei Omas nun mal so. Die alte Dampflok setzt sich
gerade vor den Zug. Auch Müllers schaffen ihren Zug nach Waldungen noch.
Der Zug setzt sich in Bewegung. Es wird vom Bahnsteig aus noch mal zum
Abschied gewunken, sicherlich auch aus dem Zug. Das entzieht sich jedoch
unseren Blicken.
In Waldungen trifft die Nebenbahnstrecke auf die eingleisige Hauptbahn.
Es
herrscht reger Verkehr und auf den Bahnsteigen warten schon die Leute.
Nachdem der schwere Güterzug mit seiner dampfenden Lok den Bahnhof
verlassen hat, kann Meiers Anschlusszug einfahren.
Die
Schranken schließen sich schon. Am Bahnsteig warten noch weitere
Reisende. Irgend so ein Lottersack hat seine Bierflasche neben dem
Papierkorb abgestellt Es bleibt nicht viel Zeit um über die Ordnungsliebe
Anderer nachzudenken. Von einer E-Lok gezogen fährt der Personenzug ein
und Meiers können ihre Reise durch das Modellbahnland fortsetzen. Unsere
faszinierenden Blicke verweilen noch in der Landschaft, denn da ist noch
lange nicht alles entdeckt. |
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